12.02.2026 00:00 |
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„In einer E-Mail bittet Epstein einen Freund, ihm
ein Foto seines neugeborenen Kindes zu schicken“
Der Fall Epstein schlägt
hohe Wellen.Tahir Chaudhry recherchiert seit
vielen Jahren zu dem Fall. Im aktuellen NachDenkSeiten-Interview
fokussiert der Autor des Buches „Wem diente Jeffrey Epstein?“ auf die
jüngst vom US-Justizministerium veröffentlichten Dateien. Darin, so sagt Chaudhry, „finden sich verstörende Bilder und E-Mails“. Und: „Wir Bürger
müssen politische und mediale Verantwortung einfordern – sachlich,
konsequent und ohne Lagerlogik. Entscheidend ist, den Blick von
Einzelfiguren auf die Systeme zu richten“, sagt der Journalist. [Quelle:
nachdenkseiten.de] JWD
Ein Artikel von
Marcus Klöckner |
11. Februar 2026 | Quelle: nds.de
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Quelle: nds.de
Herr Chaudhry, in unserem letzten Interview sagten Sie: "Epstein
war ein wichtiges Zahnrad in einem globalen Machtapparat“. Gerade
wurden Millionen von Dateien vom US-Justizministerium freigegeben. Was
ist Ihr Eindruck? Wie aufschlussreich sind die Dateien?
Tahir Chaudhry: Wenn man hört, drei Millionen Dokumente, denkt
man erstmal – jetzt wird endlich wirklich alles offengelegt. Nach mehr
als sechs Jahren Hadern, Zögern, Sabotieren. Und genau da fange ich an,
stutzig zu werden. Warum passiert das jetzt? Warum stellt uns das
US-Justizministerium plötzlich so etwas wie eine „Epstein-Bibliothek“
hin, in der jeder suchen, interpretieren und für sich etwas finden darf?
Da muss man sich schon fragen, wem das nützt.
Bevor wir näher darauf eingehen: Würden Sie für uns die Dateien
einordnen? Vor allem auch: Welche Qualität haben diese Dateien?
Zu viele Bilder sind geschwärzt, Namen fehlen, zentrale E-Mails und
Anlagen tauchen nicht auf. Entscheidend belastbares Material fehlt. Man
hat fast den Eindruck, es geht mehr darum, Voyeurismus, Klatsch und
Tratsch zu fördern und weniger um Aufklärung.
Die Masse an Material hat in den letzten Tagen nur Verwirrung,
Polarisierung und endlose Diskussionen geschaffen. Und gleichzeitig Ekel
und Wut auf eine „alte Elite“, die jetzt symbolisch vorgeführt wird.
Diese Elite steht für eine „alte Ordnung“, die offenbar kontrolliert
gesprengt werden soll, um Platz zu machen für eine neue, angeblich
moralisch integere Ordnung. Das System wird damit gezwungen, sich neu zu
sortieren. Was aber auf keinen Fall passieren darf, ist, dass die
Menschen ihr Vertrauen in die Herrschenden verlieren – und zur
Erkenntnis kommen, dass diese Eliten moralisch korrupt, erpressbar und
letztlich steuerbar sind.
Unmittelbar nach den Veröffentlichungen sind Akteure zurückgetreten.
Können Sie uns dazu Näheres sagen?
Auffällig ist, dass die jüngsten Enthüllungen vor allem europäische
Akteure zu Fall bringen. In Schweden trat die UN-Vertreterin Joanna
Rubinstein zurück, nachdem ein Besuch auf Epsteins Insel bekannt wurde.
In der Slowakei legte Miroslav Lajcák, Sicherheitsberater von
Ministerpräsident Robert Fico, sein Amt nieder, nachdem ein Austausch
mit Epstein publik wurde, in dem von „wunderschönen“ Mädchen die Rede
war. In Frankreich reichte der frühere Kulturminister Jack Lang seinen
Rücktritt als Leiter eines Pariser Kulturinstituts ein, nachdem sein
Name mehr als 600-mal in den Dokumenten auftauchte. In Norwegen trat die
Botschafterin Mona Juul zurück, weil Epsteins Testament ihre Kinder mit
zehn Millionen Dollar bedachte.
Am bizarrsten wirkt jedoch der britische Fall: Der frühere
Wirtschaftsminister Peter Mandelson verließ wegen seiner engen
Freundschaft zu Epstein die Labour-Partei. Kurz darauf trat auch Morgan
McSweeney, der Stabschef von Premierminister Keir Starmer, zurück – weil
er Mandelson zuvor als US-Botschafter empfohlen hatte. Das wirft
unweigerlich die Frage auf, was die britische Regierung in dieser Affäre
noch zu verbergen versucht.
Die Dateien sind interessant – aus verschiedenen Perspektiven. Es
geht um Politisches, aber auch um schlimmste Verbrechen. Was ist
realistisch? Was Interpretation? Was Fakt? Wie gehen Sie mit diesem
riesigen Datensatz um? Sie haben sich lange mit dem Fall Epstein
auseinandergesetzt, sind mit der Thematik vertraut.
Ich wage zu behaupten, nahezu jeden Namen, jede Funktion und fast jede
Verbindung im Epstein-Kosmos zu kennen. Entsprechend erkenne ich in den
Dokumenten weit mehr als ein unvorbereiteter Leser, der sich erstmals
durch diese Materialsammlung arbeitet. Seit Tagen vergeht kein Abend, an
dem ich nicht erneut einen Blick in diese Akten werfe. Was dabei
schockiert, sind die moralischen Abgründe: die Verrohung der Sprache
gegenüber Kindern und Frauen, die widerwärtige, teils codierte
sexualisierte Kommunikation, das offene Zurschaustellen von
Machtfantasien, ethnischem Überlegenheitsdenken und der
Selbstgewissheit, sich jenseits jeder juristischen Verantwortung zu
bewegen.
Ein großes Thema, das sich durch den Fall Epstein zieht, ist der
Missbrauch – auch von Minderjährigen. Manches, was sich in den Dateien
findet, wirkt verstörend, ist schwer zu erfassen. Helfen Sie uns dabei.
Absolut. Bisher gab es in den Dokumenten nur den einen klaren Hinweis
darauf, dass der Missbrauch ab 12 Jahren begann. Eine Frau unter dem
Pseudonym „Katie Johnson“ reichte 2016 vor einem Bundesgericht in New
York eine Klage gegen Donald Trump und Jeffrey Epstein ein. Sie
behauptete, im Jahr 1994 im Alter von 13 Jahren in Epsteins New Yorker
Villa gemeinsam mit einem zwölfjährigen Mädchen mehrfach von beiden
Männern sexuell missbraucht und vergewaltigt worden zu sein. Die Klage
wurde schließlich fünf Tage vor der US-Wahl 2016 durch eine „freiwillige
Einstellung“ der Anwälte des Mädchens abgewiesen. Katie Johnson gab an,
dass ihr und ihrer Familie von beiden Männern gedroht worden sei, falls
sie über die Geschehnisse spreche.
Die neuen Dokumente enthalten nun aber zahlreiche Hinweise darauf, dass
der Missbrauch an Kindern deutlich früher begann. Es finden sich
verstörende Bilder und E-Mails, die dieses Muster andeuten: etwa eine
Szene, in der Epstein mit Freunden an einem Tisch arbeitet, während über
ihnen ein übergroßes Bild eines nackten Säuglings hängt. In einer E-Mail
bittet Epstein einen Freund, ihm ein Foto seines neugeborenen Kindes zu
schicken, um ihn „zum Lächeln zu bringen“. Zudem bin ich auf eine
Nachricht gestoßen, in der ein Neurologieprofessor Epstein einen
ungewöhnlichen Forschungsbericht zusendet – über die Frage, wie sich der
Saugreflex bei Säuglingen verstärkt, wenn sie beim Nuckeln die Stimme
ihrer leiblichen Mutter hören.
Nun gibt es in den Dateien Zeugenaussagen und Hinweisgeber. Mit
Zeugenaussagen ist es aber so eine Sache. Zeugenaussagen können stimmen,
sie können einen wahren Kern beinhalten, sie können aber auch teilweise
oder ganz falsch sein. Wie betrachten Sie die Aussagen im Allgemeinen?
Genau so ist es. Zeugenaussagen betrachte ich nie als absolute Wahrheit
an sich, sondern als Puzzleteile. Für sich genommen sind sie unsicher –
sie können stimmen, einen wahren Kern enthalten oder auch verzerrt sein.
Belastbar werden sie erst im Kontext: durch den Abgleich mit physischen
Beweisen wie Fotos, Flugprotokollen, Zahlungsbelegen oder E-Mails und
durch die Gegenprüfung mit anderen, voneinander unabhängigen Aussagen.
Darüber werden wir bisher aber nicht vollständig informiert.
Im Epstein-Komplex ist auffällig, dass viele Zeugnisse ähnliche
Strukturen, Orte und Abläufe beschreiben. Wenn sich solche Aussagen
gegenseitig bestätigen und zugleich mit dokumentarischem Material
überlagern, entsteht ein verlässliches Gesamtbild. Fehlt diese
Einbettung, bleiben sie Hinweise – relevant, aber nicht beweiskräftig.
Entscheidend ist daher nicht die einzelne Aussage, sondern die
Verdichtung der Indizien.
Der ganze Komplex Epstein ist umgeben von vielen Spekulationen, von
Horrormeldungen, aber auch von einer ideologischen und politischen
Instrumentalisierung. Die eine Seite sieht die Dateien als klaren Beweis
für die Unmoral des liberal-linken-woken Lagers; die andere will darin
das Böse der Rechten sehen – und neuerdings wird sogar Putin und
Russland von Medien im Zusammenhang mit dem Fall Epstein in den
Vordergrund gestellt. Mit anderen Worten: Das Thema ist ideologisch und
politisch kontaminiert. Was heißt das für diejenigen, die an einer
sauberen Betrachtung des Falles ein Interesse haben?
Wer den Fall seriös verstehen will, muss sich konsequent von
ideologischen Deutungsrahmen lösen. Der Epstein-Komplex taugt weder als
Beweisstück für die moralische Verderbtheit eines bestimmten politischen
Lagers noch als Projektionsfläche für geopolitische Feindbilder.
Ich beobachte aufmerksam, wie deutsche Mainstream-Medien versuchen, von
Epsteins klar erkennbaren Israel-Bezügen abzulenken. Seine Biografie
weist zahlreiche Kontakte zur CIA und zum Mossad auf; zudem sind enge
Freundschaften mit prominenten israelischen Akteuren sowie Spenden für
die zionistische Sache gut dokumentiert.
Dennoch wird zunehmend versucht, Epstein als Agenten von Wladimir Putin
zu framen. Es scheint tatsächlich eine gewisse Form von Beziehung zu
Putin gegeben zu haben. Was dabei jedoch weitgehend ignoriert wird, ist
Folgendes: Epsteins enger Freund Boris Nikolic, ehemaliger Berater von
Bill Gates, tauschte sich per E-Mail mit Epstein über die Unterstützung
des russischen Oppositionellen Ilja Ponomarjow zum Sturz Putins aus.
Ponomarjow lebt heute im ukrainischen Exil und ist in Terroranschläge
gegen russische Regimebefürworter verwickelt.
Epstein bezeichnet Ponomarjow in einer E-Mail ausdrücklich als Freund
und schreibt, dieser verfüge über „Unterstützer aus der LGBT-Community
in Russland“, deren Aktivitäten dort verboten sind.
All diese Fälle zeigen: Missbrauch fungiert hier als Instrument zur
Auslebung angeblich absoluter Macht – über ein willenlos gemachtes
Objekt. „Echte Macht“ wird in diesen Kreisen oft als die Fähigkeit
verstanden, selbst schwerste gesellschaftliche Tabus zu brechen und
dabei faktisch straffrei zu bleiben. Die Teilnahme an solchen Handlungen
dient als Loyalitätsbeweis und als Signal der Zugehörigkeit zu einer
vermeintlich unantastbaren Herrenklasse. Entsprechend folgen diese Fälle
wiederkehrenden Mustern: Macht und Mittel schützen Täter, Ermittlungen
werden verzögert oder fragmentiert, Beweise verschwinden,
Zuständigkeiten werden zerstreut.
Wir Bürger müssen politische und mediale Verantwortung einfordern –
sachlich, konsequent und ohne Lagerlogik. Entscheidend ist, den Blick
von Einzelfiguren auf die Systeme zu richten, die Machtmissbrauch
ermöglichen und absichern. Eine Gesellschaft, die Frauen und Kinder
nicht schützen kann, verdient diesen Namen nicht. Alles andere ist
Barbarei – genau jene Barbarei, die man bei anderen Ländern lautstark
anprangert, während man sie im eigenen Machtbereich verdrängt. Das sind
keine Werte, das sind leere Worte und Heuchelei.
Der Investigativ-Chef von Die Welt verfasste auf der Platfform
„X“ in Anbetracht der Veröffentlichungen zum Fall Epstein die Tage die
folgenden Zeilen:
Die #EpsteinFiles sind so ziemlich das verstörendeste und brutalste, das
ich an Dokumenten gesehen habe. Schlimmste Verschwörungstheorien
werden wahr, viele der mächtigsten und reichsten Männer der Welt
scheinen involviert. Und die wichtigsten Dokumente hält das DOJ weiter
zurück. Und:
Verdacht beim Durchgehen der Unterlagen: War “Pizza” in
verschiedenen Variationen der Code für die Opfer der Verbrechen der
#Epstein-Kriminellen? Begriff taucht in den Files Tausende Male auf. Wie
nehmen Sie diese Zeilen war?
Der Investigativ-Chef von Die Welt kann viel sagen – doch solange
die nicht zu leugnenden Bezüge zu Israel und zum Zionismus ausgeblendet
oder relativiert werden, bleibt das reine Phrasendrescherei. Dann soll
er erklären, warum mehr als 90 Prozent der im Epstein-System
auftauchenden Akteure aus genau diesem Zirkel stammen. Hier will sich
jemand offenbar nur einen Anstrich von Widerstand verleihen.
Ein großer Datensatz wurde freigegeben. Aber noch immer sind
Millionen weiterer Daten unter Verschluss. Was bedeutet all das?
Die Öffentlichkeit erhält Fragmente statt Übersicht. Genug Material, um
Debatten, Spekulationen und politische Deutungen anzustoßen – aber zu
wenig, um belastbare Schlüsse zu ziehen. Aufklärung wird damit nicht
verhindert, sondern kontrolliert: zeitlich verzögert, in Portionen
verabreicht und narrativ gerahmt. Es muss also die Forderung bestehen
bleiben: Release the Epstein-Files!
Aus dem, was Sie bisher in den neu veröffentlichten Dateien gesehen
haben: Was ist für Sie das Interessanteste?
Dass immer belegbarer und deutlicher wird: Jeffrey Epstein war kein
Einzelgänger. Er war eingebettet in größere, tragfähige Strukturen. Und
an diesem Punkt stößt man unweigerlich auf Hinweise zur Rolle Israels
und israelischer Geheimdienstkreise in seinem Umfeld – ein Aspekt, der
immer noch von den deutschen Mainstream-Medien gemieden wird.
Man könnte natürlich fragen: warum wird das jetzt so öffentlich gemacht,
könnte man fragen. Israel steht international unter massivem Druck, sein
Image ist angeschlagen. Mehr öffentliche Empörung, mehr Hass, mehr
Polarisierung funktionieren dabei fast wie eine politische Währung: Sie
sollen ihnen Zeit und Sonderrechte auf der Weltbühne verschaffen.
Vor wenigen Tagen hat sich Benjamin Netanyahu zum Fall Epstein geäußert
und dabei dessen enge Freundschaft mit dem ehemaligen israelischen
Premierminister und früheren Geheimdienstchef Ehud Barak hervorgehoben.
Barak wird in diesem Zusammenhang als „antizionistisch“ und „radikal
links“ gerahmt. Für jeden, der die letzten drei Kapitel meines Buches
gelesen hat, ist klar: Das ist nichts anderes als ein billiges
Ablenkungsmanöver.
Lesetipp: Tahir Chaudhry:
Wem diente Jeffrey Epstein? Vorwort von Florian Homm, Fifty-Fifty,
Frankfurt am Main 2024, Softcover, 300 Seiten, ISBN 978-3946778394, 25
Euro.
12.02.2026 00:00 |auf Telegram
ansehen Epsteins psychoanalytische Meta-Geopolitik:
Mossad und Rothschild Bankagent
zur gleichen Zeit - Der Epstein-Skandal hat seine Geheimnisse noch
nicht voll enthüllt. Wenn bewiesen wird, dass der Sexualverbrecher seit
der Iran-Contras-Affäre für den Mossad und mindestens fünfzehn Jahre für
die Familie Rothschild gearbeitet hat, dann beginnen die von ihm
erbrachten Dienste und die Erpressung gerade erst ans Licht zu kommen.
- Ich verfolgte den widerlichen Skandal um den israelischen Pädophilen Jeffrey Epstein, der 2019 bekannt wurde, in den folgenden
Artikeln: ....
[Quelle: voltairenet.org]
JWD
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05.02.2026 00:00 |auf Telegram
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- Das Ende der nach 1945 etablierten Pax Americana
wurde sowohl von den führenden Vertretern des Finanzkapitals als auch
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anerkannt. - Das Weltwirtschaftsforum (WEF) 2026 in Davos, das seit
einem halben Jahrhundert als Visions- und Doktrinzentrum des globalen
Kapitalismus dient, fand vom 19. bis 23. Januar unter dem Motto „Ein
Geist des Dialogs“ statt. - Bei dem wohl bedeutendsten Treffen in ihrer
Geschichte wurde das Ende der nach 1945 etablierten Pax Americana
offiziell sowohl von... [Quelle: globalresearch.ca ]
JWD
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