24.06.2026 00:00 | Teilen
„Unseredemokratie“ gibt es
schon viel länger als Sie glauben
Lassen sich das Zündeln mit dem Feuer und die
Kriegstreiberei in Osteuropa noch entschärfen? Oder können England und
die europäischen Nato-Länder die Ukraine ungestört weiter aufrüsten und
womöglich mit eigenen Truppen in den Krieg gegen Russland eingreifen? -
Dafür müsste natürlich in der Breite der Bevölkerung der Eindruck
erhalten bleiben, dass aus London wieder die Guten kommen wie die
Diplomaten, die 1919 den „Friedensvertrag“ mit uns in Versailles
unterschrieben, und 1947, als die Alliierten das Land Preußen aufgelöst
haben, das London... [Quelle:
anderweltonline.com]
JWD
....zweihundert Jahre vorher zur Großmacht als Gegengewicht gegen die
Habsburger Monarchie aufgebaut hatte.
Von Reinhard Leube | Quelle:
anderweltonline.com | 20.
Juni 2026
Dagegen möchte ich mit meiner Bücherserie über das
neunzehnte und zwanzigste Jahrhundert etwas tun. Sie erscheint Band für
Band seit 2018 im
Münchener AnderweltVerlag und trägt die Titel:
„Septemberrevolution. London und Deutschland 1938“. Hier geht es
unter anderem um die Rolle Londons, wo verhindert wurde, dass deutsche
Militärs und Diplomaten Hitler wegen seines Plans zum Angriff auf die
Tschechoslowakei vor ein Gericht stellen oder dass sie den Master of
the Universe in einer Psychiatrie unterbringen lassen können.
Im Band „Katz-und-Maus-Spiele“ bringe ich auf den Punkt, was Joachim
Fest über die Planungen wichtiger Widerstandsgruppen im Reich Adolf
Hitlers zusammengetragen hat. Als Kernaussage bleibt eine tief sitzende
Skepsis gegenüber ihren Mitmenschen spürbar. Für die Zeit nach Hitler
hielten sie laut Fest eine halbwegs autoritäre Führung für unerlässlich.
Verbunden damit war die Idee einer weitgehenden Entpolitisierung der
breiten Bevölkerung. Sie wissen ja aus eigener Erfahrung, dass das in
der Bundesrepublik gelungen war. Für die Zeiten nach Hitler hatten diese
Widerständler alle eine durchgehend demokratieskeptische Tendenz. In
diesen Kreisen wurden Wahlen noch Jahre nach dem Ende des Regimes
abgelehnt. Sie hielten es für abwegig, die künftige Ordnung dem Urteil
des Volkes zu überantworten. Wer sich heute über die Kungelei in der
Sphäre der demokratischen Inzucht wundert, hat Joachim Fest nicht
gelesen. Ohne die vererbte Einstellung der Hauptakteure wäre die
Brandmauer jetzt nicht möglich. Wenn man die Herkunft Unsererdemokratie
kennt, wundert man sich nicht mehr, warum für diese verschworene
Gemeinschaft jeder Kritiker ihrer gedanklichen Schnellschüsse immer
gleich ein Nazi ist.
Bei dem sogenannten Kreisauer Kreis rund um James Graf von Moltke
beispielsweise waren nach den Recherchen von Joachim Fest Worte wie
Parteienzersplitterung und Parteienegoismus inzwischen bloß noch
Alpträume. Alt-Kanzler Helmut Kohl orakelte in seinem Memoirenband in
schönster kindlicher Unschuld, dass von den wenigen Überlebenden des
Kreisauer Kreises sehr viele den Weg zur Christlich Demokratischen Union
gefunden haben und dass das Berliner wie auch das Kölner
Gründungsdokument der CDU sehr stark von Gedankengut aus dem Kreisauer
Kreis geprägt waren. Kein Wunder, dass sich unter den Beratern Adenauers
Männer aus dem Kreisauer Kreis wiederfanden. Hatten die
Verhüllungsmedien nicht immer erzählt, dass in Bonn nach Hitler jeder
Bordstein braun war?
Für diese Kreise rund um Adenauer bestand die Lösung, wenn man Sebastian
Haffner glaubt, in der Zerlegung des Reiches Otto von Bismarcks in zwei
kleinere Staaten, um das riesige Deutsche Reich als Zielscheibe der
Londoner Konkurrenzangst zu beseitigen. In
„Nicht noch einen Friedensvertrag. Europa 1942 bis zum Frühjahr 1943“
zeichne ich die Ereignisse bis zum Untergang der sechsten Armee in und
rund um Stalingrad nach und mache verständlich, warum der Gedanke
entstand, nach dem Kriegsende den Abschluss eines Friedensvertrages in
der Machart von 1919 um jeden Preis zu verhindern.
In
„Ende und Anfang. Europa in den Jahren 1943 bis 1945“ und den
folgenden Bänden zeige ich unter anderem, dass sie ein raffiniertes
Parteiensystem aufbauten mit linken und rechten Flügeln, in welchem
jegliche Koalition unter jeglichem Kanzler die Teilung Deutschlands
weiterführen konnte. Der ewige Widerpart Willy Brandt, den in Bonn kein
Mensch außer den Leuten auf der Straße mochte, hatte die Verträge mit
dem Osten zu unterschreiben und dann wurde er kaputtgespielt, bis er
freiwillig das Feld räumte. Er war nicht gut beraten, als er das Mobbing
aus allen Parteien mit Alkohol ertränkte.
Bis 1945 galt für die Londoner Außenpolitik die Strategie der Balance of
Powers. Sie war sehr lange und noch im zwanzigsten Jahrhundert
aufgegangen: Gemeinsam mit amerikanischen Firmen waren das Deutsche
Reich und die Sowjetunion mit technologischer, finanzieller und
diplomatischer Unterstützung kriegstüchtig gemacht worden. Im Jahre 1939
wurden Berlin und Warschau durch diplomatische Intrigen in den Krieg
miteinander dirigiert und schließlich gelang es, die USA an der Seite
Englands in den Krieg hineinzuziehen. Das nimmt kein Gramm der Schuld
von Berlin und Warschau, wo die Anführer autoritärer Regime selbst
Kriegsgelüste hegten. Allerdings hätte ohne die Hilfe aus dem British
Empire und den USA letztlich keines der europäischen Länder einen Krieg
gegen ein anderes großes Land führen können.
Die Parallele zu dem heutigen Konflikt zwischen der Ukraine und Russland
könnte offensichtlicher nicht mehr sein. Die Parallele zu dem
Deutschland unserer Tage aber auch nicht. Der englische Historiker
Richard Overy zeigt leider sieben Jahrzehnte zu spät, dass sich Hitler
um die Zerstörung Osteuropas bis zur Wolga gekümmert hat und der
Demokratieexperte Churchill um die Bombardierung von Nord-, West- und
Südeuropa. Dort ging die Hälfte englischer Bomben nieder, die nicht für
Deutschland bestimmt war. Doch als sein Buch im neuen Jahrhundert
erschien, war die deutsche Jugend schon über einige Generationen auf den
Masochismus der Selbstgeißelung dressiert worden, und auf
Wissenschaftler hört die Mehrzahl der Leute doch letztlich auch nur,
wenn sie in den Medien des Vertrauens dazu aufgefordert werden.
Als der größte Konkurrent Englands und der USA auf dem Weltmarkt,
nämlich Deutschland, im Mai 1945 ausgeschaltet war, standen englische
Truppen bereit, um im Sommer jenes Jahres gemeinsam mit nicht
entwaffneten deutschen Soldaten in Norddeutschland auch das
rohstoffreiche Russland auszuschalten. Dass das Land kommunistisch war
und unterdessen Sowjetunion hieß, spielte lediglich für die Propaganda
eine Rolle. Das zeigt sich spätestens jetzt, wo in Russland die
Marktwirtschaft Einzug gehalten hat. Genauso wenig interessiert es die
Produzenten der veröffentlichten Meinung, dass man der sowjetischen
Staatsführung 1990 zugesichert hatte, dass man die Nato, und somit das
friedlichste Militärbündnis der Welt, auf keinen Fall in Richtung Osten
auszudehnen im Visier hatte. Was für eine verlogene Bagage. Demokratie
wird ja nicht nur hierzulande als das freundliche Aushängeschild
schamlos missbraucht.
Der Anschlusskrieg sollte 1945 unter dem denkwürdigen Namen Operation
Unthinkable in Szene gesetzt werden, denn die Propaganda musste die
Leute in England und Amerika erst einmal davon abbringen, dass Stalins
Sowjetunion der siegreiche „Alliierte“ im Krieg gegen Deutschland
gewesen war. Hier können Sie einen Blick auf das vergilbte Papier in den
National Archives werfen:
https://www.nationalarchives.gov.uk/education/resources/cold-war-on-file/operation-unthinkable/
Bis zum Ende des Kalten Krieges 1990 musste der Kriegsplan in einem
Archiv des British Empire verstauben. Dann lief die Ost-Erweiterung der
Nato an. Jetzt stellt sich die Frage neu: Wer hat denn nun den
Grundstein für den Kalten Krieg gelegt und damit viereinhalb Jahrzehnte
lang für Frieden in Europa gesorgt?
Mit meiner Bücherserie über das neunzehnte und zwanzigste Jahrhundert
sage ich, was professionell bezahlte deutsche Staatshistoriker nicht
über ihre Lippen bringen werden: Deutsche Militärspione von der Ostfront
oder besser gesagt die Analysten der Spionage unter dem General Reinhard
Gehlen haben ab dem Frühjahr des Jahres 1945 den Kalten Krieg
organisiert. Anders als in den vom Publikum und gesundem
Menschenverstand unabhängigen Medien in dieser Republik findet man in
der wissenschaftlichen Literatur, dass Reinhard Gehlen schon Mitte der
dreißiger Jahre von Franz Halder in den Generalstab des Heeres berufen
wurde, gerade weil er ein Kritiker der Herrschaft Hitlers und der Nazis
über Deutschland war.
In
„Ende und Anfang“ erlebt das interessierte Publikum die ersten
Gespräche Reinhard Gehlens Ende Mai 1945 mit US-amerikanischen
Offizieren mit, in denen er sich langsam ihr Vertrauen erschlich und
Ihnen gemeinsam mit den anderen Analysten der Spionageabteilung „Fremde
Heere Ost“ Lügen über biologische und chemische Massenvernichtungswaffen
der Sowjets unterjubelte. Es kann keinen erstaunen, dass Gehlen der Chef
des westdeutschen Geheimdienstes BND wurde. Zur Tarnung wurden
ausgerechnet er und seine Kollegen von den Medien zu Altnazis aufgebaut.
Je größer die Empörung über ihre vermeintliche Vergangenheit war, desto
weniger kam jemand im Inland oder gar im Ausland auf die Idee, dass es
nach 1945 darum ging, Deutschland wieder in Einzelteile zu zerlegen.
Die Zeit bis 1945 habe ich deshalb nachvollziehbar neu geschrieben, weil
mir vielfach nicht geglaubt wurde, dass die Teilung Deutschlands von
Deutschen ausgetüftelt wurde, die einerseits nichts machen konnten gegen
Hitlers Kriegswahn und andererseits nicht noch so einen ruinösen
„Friedensvertrag“ wie 1919 erleben wollten. Wem die Zeit nach dem Ersten
Weltkrieg mit den vielen Hungertoten durch die englische Seeblockade
nach dem offiziellen Ende der Kriegshandlungen nicht mehr selbst in
seinen Knochen steckt, der kann sich die Stärke dieses Motivs wohl nicht
mehr vorstellen.
Ich hoffe, ich konnte Kernaussagen meiner Serie verständlich machen,
aber Sie merken ja hier schon, dass es niemanden überzeugen würde, hätte
ich meine Thesen nicht in so vielen Episoden und Texten in mehreren
Bänden untergebracht und mit Quellen belegt. Wie das dann praktisch
weiterging, können Sie in den Nachkriegsbänden gern live und in
Farbe miterleben:
Diesen 14. Band hatte ich vorab fertiggestellt, solange die Zeitzeugen
der Wende 1990 noch leben. Ich wollte mir beim Beschreiben der 1950er
Jahre auch die Affendebatten der professionell bezahlten Historiker
ersparen, ob Stalins Angebote für die Vereinigung der vier
Besatzungszonen in Deutschland ernst gemeint gewesen sein könnten oder
ein Trick, um auf diesem Weg die Weltherrschaft zu erringen. Lachen Sie
bitte nicht; so weit abseits der Realität in der zerstörten und
entvölkerten Sowjetunion wurden die wissenschaftlichen Debatten in der
Bundesrepublik jahrzehntelang mit großem Ernst geführt. 1989/90 wurde
offensichtlich, woran die Vereinigung in den 1950er Jahren scheiterte.
Vielen Bundesbürgern wurde aber bis heute nicht klar, dass sie von ihren
Professoren und Doktoren der Geschichte wissentlich an der Nase
herumgeführt wurden.
Der 12. und der 13. Band werden in Kürze gedruckt:
„Unsere Demokratie mit Schmidt 1974 bis 1982“
und „Unsere Demokratie mit Kohl 1983 bis 1988“
Mag sein, dass Unsere Demokratie bis zum Ende der Teilung Deutschlands
1990 nicht als eine konzertierte Aktion einer verschworenen Truppe von
Journalisten, Publizisten, Historikern, Politikern, Militärs und
Geheimdienstleuten erschien wie heute. Aber das ist eigentlich nicht
wirklich erstaunlich. Seit dem Ende des Krieges konnten sich Haudegen
von Franz Josef Strauß aus dem Kreis der Verschwörer des letzten
Staatsstreichversuchs gegen Hitlers Regime vom Juli 1944 bis zu dem tief
religiösen, kommunistischen Sozialdemokraten Herbert Wehner (man muss
nicht alles verstehen) mit dramatisch inszenierten Redeschlachten in der
Öffentlichkeit profilieren. Wer konnte denn auf den Gedanken kommen,
dass sie einen Spannungsbogen aufrechterhielten, der Woche für Woche und
Monat für Monat Zeit geschunden hat und in dessen Windschatten vier
Jahrzehnte lang die Realität zweier Staaten hier in Deutschland für neue
Generationen gedeihen konnte? Am Ende war die Hälfte der Bundesbürger so
lange in der Zentrifuge geschleudert worden, dass sie die Vereinigung
Deutschlands noch nicht einmal mehr in ihr Bild von der Welt „einordnen“
konnten. Allerdings haben ihnen die Medien damals auch noch nicht so
brutal wie in der jüngsten Vergangenheit beim Einordnen geholfen.
Wenn es Sie interessiert, berichte ich Ihnen, was mir vor dem Beginn
meiner Recherche in staubigen Büchern und Zeitungen über Unsere
Demokratie noch nicht bekannt war. Bei Carlo Schmid aus der SPD findet
man, dass die Nato als ein Militärbündnis gegen Deutschland und die
Sowjetunion gegründet worden war. Witzig war, als ich fand, dass sich
der Wehrmachtsgeneral Vincenz Müller führend um Militär auch bei uns in
der DDR bemühte – und für den BND gearbeitet hat. Er blieb auch nicht
der einzige Akteur, der sich während des „Kalten Krieges“ zwischen den
„Supermächten“ als Innenminister der DDR in Kooperation mit dem BND um
die Entstehung und Entwicklung eines zweiten deutschen Staates kümmerte.
Jetzt ist es kein Wunder mehr, dass der Historiker Christian Hacke die
Bundesrepublik mitten im „Kalten Krieg“ als die Weltmacht wider Willen
bezeichnet hat.
Daneben haben sich ab 1945 auch die Kirchen in Ost und West rührend um
die dauerhafte Teilung bemüht, lange bevor die Alliierten wussten, dass
sie bald nicht mehr alliiert sein würden. Schön, dass dieses
umfangreiche Thema dann auf vermeintliche Fehltritte des
Konsistorialpräsidenten Manfred Stolpe eingedampft wurde. Von den
eingeweihten westdeutschen Kirchenmännern war glücklicherweise bei der
Geschichtsverkleisterung nach 1990 keine Rede mehr.
Screenshot
Damit sind wir auch schon bei den eingeweihten Demokraten, bei der
Unterstützung des sozialistischen Aufbaus in der SBZ/Ostzone/DDR und den
Umgehungen aller Embargos der Amerikaner durch westdeutsche Firmen seit
den 1950er Jahren. Da Adenauers CDU die Wahlen von 1949 gewonnen hatte,
vertauschte sein Bündnis von politisch rechten Kreisen in der Weimarer
Republik kurzerhand die Schwerpunkte in seiner Argumentation gegenüber
der Zeit vor Hitlers Reich mit der politisch links ausgerichteten SPD.
Während Dr. Konrad Adenauer nun die Rettung der Freiheit über die
Einheit Deutschlands stellte, – wem keine schneidige Begründung mehr
einfällt, hat verloren, – vertrat auf einmal die alte Tante SPD
großdeutsche Thesen. Das war auch gar kein bisschen putzig, nachdem der
Vorsitzende der SPD Dr. Kurt Schumacher in vier KZs der Herrenmenschen
aus der Volksschule eingesessen hatte. Von ihm hörte man dann Sprüche
wie jenen, man wolle mit den Alliierten die erste Schlacht an der Elbe
schlagen und die zweite Schlacht an der Weichsel. Das wäre mitten in der
neuen Volksrepublik Polen gewesen – fünf Jahre nach dem Ende der
Bombardierung deutscher Städte in Grund und Boden. Darauf hatte ganz
gewiss ein sehr großer Teil der Leute noch einmal sehr große Lust, oder
auch nicht.
1961 hatte das Wahlvolk nach dem Mauerbau der SPD unter ihrem Kandidaten
Brandt die meisten Stimmen gegeben. Damals entstand das Wort vom
Umfallen der FDP, denn vor der Wahl hatte die Parteiführung eine
Koalition mit Adenauer ausgeschlossen, da er gar nichts gegen die
Errichtung der Mauer in Berlin unternommen hatte. Nach dem unerwarteten
Wahlergebnis wurde einfach neu argumentiert und der deutschlandverliebte
Brandt blieb mit seinen Prozenten der Wähler auf der ollen
Oppositionsbank hocken. Er bekam früher als die ursprüngliche NPD, die
frühen Republikaner oder jetzt die AfD die Brandmauer der verschworenen
Demokraten zu spüren. Die NPD wollte Adenauer zum Einsatz gegen die
Mauer mobilisieren und die CSU-Abgeordneten, die die Republikaner
gründeten, protestierten gegen die Milliarden-Kredite des vermeintlichen
Chefantikommunisten Strauß. Der Reihe nach wurde demokratische
Opposition im besten Deutschland aller Zeiten schon immer abgewürgt,
indem sie an den rechten Rand des Parteienspektrums gedrückt und dann
unter gutgläubigem Beifall der Leute vom Spieltisch gestoßen wurde.
1965/66 hätte Brandt wieder der Kanzler in Bonn werden können, doch da
kam ausgerechnet Helmut Schmidt (SPD) auf den rettenden Gedanken, wie
der in der SPD beliebte Parteichef Brandt ausmanövriert werden konnte.
Sicherlich hatte er rechnerisch mehr Stimmen in der Tasche als die CDU.
Aber wenn man es sich einmal richtig überlegte, konnte man die Stimmen
für die CSU und die CDU einfach zusammenziehen und schon hatte Willy
Brandt eben nicht mehr genug Stimmen bekommen. Das führte seinerzeit zur
Bildung der Fraktionsgemeinschaft dieser zwei Parteien. Das flog auf,
als Angela Merkel als Kanzlerin verhindert werden sollte. Da wollte man
die Liaison am liebsten einfach wieder lösen. Wie Sie an dieser Stelle
sehen, ist Geschichte gar nicht das langweiligste aller Hobbys. Sie
sehen auch, dass es nicht verkehrt ist, wenn man Bücher liest und sich
erklärende Texte zu jeder Zeit aufhebt. Wenn Sie heute in die
„aktualisierte“ Wahrheit im Internet schauen, soll es diese
Fraktionsgemeinschaft schon seit der Steinzeit gegeben haben.
Als das Wahlvolk den Blindgänger Willy Brandt 1969 zum dritten Mal mit
den meisten Prozenten ausstaffiert hatte und er dann doch noch eine
Koalition zusammengebracht hatte, holten sie beim BND die Liste mit den
bekannten Spiogenten aus Ost-Berlin aus dem Ärmel. Günter Guillaume
wurde am 1. Februar 1970 rückwirkend zum 1. Januar in Bonn eingestellt.
So konnte man später sagen, Brandt sei von Anfang an von Ost-Berlin
überwacht worden. Damit hatte Brandt zu jeder Zeit einen Sprengsatz
unterm Tisch, den man zünden konnte, hätte Brandt einen falschen Schritt
getan.
Über die folgenden Jahre hat man zuerst mit harmlosen Mitteln versucht,
ihn zu verscheuchen. Man bemühte ein verdammt konstruktives
Misstrauensvotum, trieb dieses Spiel bis zu Neuwahlen und bedrängte
Brandt monatelang mit dem Angebot, er könne doch auch auf dem Thron des
Bundespräsidenten abgesetzt werden. Als alles nichts half, wurde endlich
unser Agent Günter Guillaume „enttarnt“, den der Personalrat des
Bundeskanzleramtes 1969 schon nicht haben wollte, weil er lediglich über
den Bildungsabschluss der achten Klasse einer Volksschule verfügt hatte.
Es war gewissermaßen eine übermäßige Überraschung, dass Helmut Schmidt
nach dem Deutschlandliebhaber Brandt das Ruder in Bonn übernahm.
Kommen wir an dieser Stelle wieder auf Unsere Demokratie zu sprechen,
die sie jetzt um jeden Preis vor dem Wahlvolk retten wollen. Von Prof.
Dr. Heinrich August Winkler habe ich als ein Mann mit der Gnade der
späten Geburt erfahren, dass die Experten des Klubs Unserer Demokratie
in jenen Jahren einfach die Seiten gewechselt haben. Dieser Experte
diagnostizierte für die Zeit ab 1969 einen Links-Rechts-Rollentausch,
den er ja 1949 schon einmal im Vergleich mit den Jahren vor 1933
festgestellt hatte. Es will mir nicht in den Kopf gehen, wie hunderte
Journalisten, Publizisten und nicht zuletzt auch Politiker ihre linken
oder rechten Überzeugungen binnen kurzer Frist ohne Absprachen
miteinander an den Nagel gehängt und mit ihren „Kontrahenten“
ausgetauscht haben sollen. Die CDU stellte nun nicht mehr die Freiheit
vor die Einheit des Landes, sondern beharrte wie besessen auf dem
„Offenhalten der deutschen Frage“ einschließlich Ostpreußens, Pommerns
und Schlesiens, und die SPD-Führer traten nun Willy Brandt mit der
Forderung nach der Anerkennung der DDR und ihrer Staatsbürgerschaft auf
seinen Füßen herum. Kohl trieb das Spiel gar bis zu einem Staatsbesuch
Honeckers in Bonn.
Die Bände meiner Serie drehen den Spieß um und werfen die Frage auf, ob
die jetzigen Parteien der Demokratieexperten wegen des Missbrauchs des
Grundgesetzes nicht viel eher verboten werden sollten als eine Partei,
die endlich Demokratie einfordert. Es sollte eigentlich schon zu denken
geben, warum Demokratie und Populismus in einem großen Widerspruch
zueinander stehen sollten. Das altgriechische Wort demos bedeutet Volk
und die alten Römer verwendeten für das Volk dann populus. Im Deutschen
nennt man die Abstellfläche für das Mittagessen Tisch und im Englischen
heißt das Ding table. Den Unterschied in der Sache lasse ich mir bei
Gelegenheit mal von klugen Leuten erklären.
Jedenfalls wird es kein Zufall sein, dass das Vertrauen der Bevölkerung
in die Demokratie und demokratische Institutionen immer tiefer in den
Kohlenkeller gewandert ist. Es kann ja nicht richtig sein, dass die
Regierung die Wahl einer Partei bloß noch verhindern kann, indem sie ein
Jahrzehnt lang einbläut, diese Partei wolle alle Ausländer dahin
schicken, wo die Deutschen Urlaub machen. Die Schreckhaften in der
Bevölkerung lassen sich ja auch nicht von der x-ten Richtigstellung aus
dieser Partei heraus wieder von der Propagandalüge abbringen.
Wollen wir doch einmal sehen, ob man nicht auch die älteren Wähler jener
Parteien, die in der Bundesrepublik eine Scheindemokratie in Szene
gesetzt hatten, noch für die Wahl der AfD gewinnen kann. Wer von ihnen
hat sich denn nach ’90 nicht gewundert, als nach der Vereinigung der
zwei real existierenden Staaten in Deutschland im Handumdrehen der
Dauerbrenner Schlesien, Pommern und Ostpreußen aus den Medien des
Vertrauens verschwunden war? Während bis 1990 Nazis und der Revanchismus
stets Probleme der westlichen Bundesländer gewesen waren, wurden von
heute auf morgen die Deutschen zwischen der Ostsee und dem Vogtland als
Nazis „eingeordnet“, wenn sie nur weiter das alte Wort Volk im Munde
führten. Es spielte ja auch keine Rolle, dass dieses Wort in der DDR im
Sinne von Obrigkeit einerseits und das Volk andererseits verwendet
wurde.
Man musste schon linksradikale Schriften konsumiert haben, um zu wissen,
dass das alte Wort Volk im Westen ethnisch verstanden wurde und
inzwischen zu einem Unwort avanciert war. Verschaffen Sie sich einfach
in diesem oder jenem Band einen eigenen Eindruck. Schlagen Sie auf, wo
Sie möchten, und Sie finden seit dem Kriegsende immer wieder die
gleichen Motive.
Viel Spaß beim Schmökern in diesem oder jenem Band wünscht Ihnen
Reinhard Leube.
---------
Zu dem schönen Bild unten nochmals der Link, wo Sie alle diese Bücher
finden, die Ihr Geschichtswissen auf den Kopf stellen werden: https://anderweltverlag.com/
Und bitte daran denken: Jeder einzelne Band von Leubes Werken ist mit
mehr als 500 Quellen belegt.
25.01.2026 00:00 |auf Telegram
ansehen
„Ein Völkermord ist auch Selbstmord“ – über die Auflösung der
israelischen
Gesellschaft
- Was wird aus Israel? Unser Gastautor Shir Hever
berichtet in diesem Artikel über den Zustand des Landes und gibt eine
Übersicht über die verheerenden wirtschaftlichen und psychischen Folgen
des Krieges auch für die eigene Bevölkerung – von „Super-Sparta“, dem
Zerbrechen der eigenen Erzählung, über Drogensucht bis zur massiven
Auswanderung. Aus dem Englischen übersetzt von Maike Gosch. - Am
7. Oktober 2023 begannen viele Israelis,
davon zu sprechen, dass der Staat Israel „verschwunden“ sei. Diese
Aussage bezog sich zunächst auf das Versagen... [Quelle:
nachdenkseiten.de] JWD
..weiterlesen
30.05.2025 00:00 |
auf Telegram ansehen Warum gibt es vermehrt Ressentiments gegenüber Juden? Wenn eine ethnische Minderheit Sonderrechte genießt
und diese auch einfordert, trägt das Konflikte in sich. Wenn dies nicht
kritisiert werden darf, fördert das unterschwellige Ressentiments. Es
wird nicht akzeptiert, dass man sich unterordnen muss. Da entsteht Druck
im Kessel, der irgendwann nicht mehr eingehegt werden kann. - Auslöser
für die folgende Betrachtung ist diese Meldung auf ntv: https://www.n-tv.de/panorama/Deutsche-stehen-Israel-zunehmend-kritisch-gegenueber-article25758174.html.. [Quelle:
anderweltonline.com]
JWD
..weiterlesen
20.05.2025 00:00 |
#Machtstrukturen |
auf Telegram ansehen Die dunklen Mächte, die das anglo-amerikanisch-zionistische Imperium kontrollieren,
sind die Ursache der Weltkrise
- Richard C. Cook - Die heutige, sich
ausbreitende Weltkrise datiert in ihrer gegenwärtigen Phase auf vor über
500 Jahren zurück, als der kleine Inselstaat England, nachdem er
aufgrund der Eheprobleme von König Heinrich VIII. dem Katholizismus
abgeschworen hatte, unter seiner Tochter Elisabeth I. ein okkultes
Projekt der Welteroberung startete.[i] - Dieses Ziel sollte durch
weltweite Handelskolonisierung, einschließlich einer starken Beteiligung
am internationalen Sklaven- und Drogenhandel, und durch Kriege gegen....
[Quelle: globalresearch.ca]
JWD
..weiterlesen
19.05.2025 00:00 |
auf Telegram ansehen
Donald Trump koppelt die
Vereinigten Staaten von Israel ab Nachdem die Trump-Regierung Benjamin
Netanjahu geduldig vorgeschlagen hatte, mit dem palästinensischen
Widerstand zu verhandeln, und dabei nur auf Sturheit gestoßen ist, die
Palästinenser zu massakrieren, den Gazastreifen, den Südlibanon und
Syrien zu annektieren und einen Krieg gegen den Iran zu beginnen, hat
die Trump-Regierung nun die Gangart gewechselt. Es ist jetzt sowohl für
sie, wie auch für alle, die sich seit 80 Jahren für diese Region
interessieren, offensichtlich, dass die revisionistischen Zionisten... [Quelle: voltairenet.org]
JWD
..weiterlesen
01.02.2023 00:00 | auf Telegram
ansehen Weltweite Entlarvung der Vereinten Nationen Ein hochrangiger Beamter der Vereinten Nationen
berichtet im Interview mit dem Rechtsanwalt Rainer Füllmich, wie es
hinter den Kulissen seines langjährigen Arbeitgebers zugeht. - Im Moment
geht es bei dieser 1945 gegründeten Organisation vorrangig darum, die
Agenda 2030 mit den berüchtigten "Nachhaltigkeitszielen" durchzusetzen.
- "Dieses weltweite Projekt zielt darauf ab, jeden Aspekt der
menschlichen Existenz vollständig zu verändern: Ernährung, Sexualität,
Familie, Arbeit, Finanzen, Gesundheit, Bildung, einfach alles! Dies soll
angeblich Armut, Hunger, Ungleichheit, Krankheit ...
JWD ..weiterlesen